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KI Readiness Check: Wie bereit ist Ihr Unternehmen?

Inhaltsverzeichnis

Ein KI Readiness Check zeigt Ihnen in wenigen Schritten, ob Ihr Unternehmen die Voraussetzungen für den erfolgreichen Einsatz Künstlicher Intelligenz mitbringt. Laut Bitkom nutzen 36 % der deutschen Unternehmen bereits KI, doch gleichzeitig scheitern über 80 % aller KI-Projekte laut RAND Corporation (2024). Der häufigste Grund: Unternehmen starten ohne fundierte Vorbereitung. Genau hier setzt der Readiness Check an. Er prüft systematisch, wo Ihr Betrieb steht und wo konkreter Handlungsbedarf besteht.

Kennzahlen auf einen Blick

KennzahlWert
KI-Nutzung in Deutschland36 % der Unternehmen (Bitkom 2024)
Scheiterquote von KI-ProjektenÜber 80 % (RAND Corporation 2024)
Verharren in Experimentierphase62 % der Unternehmen (Kyndryl 2025)
Größte HürdeFehlende KI-Kompetenzen (Deloitte 2026)
Datenreife als Hauptproblem56 % der Unternehmen (Accenture 2024)

Quellen: Bitkom-Umfrage 2024, RAND Corporation 2024, Kyndryl Readiness Report 2025, Deloitte State of AI 2026, Accenture 2024

Was genau ist ein KI Readiness Check?

Ein KI Readiness Check - international auch als AI Readiness Assessment bekannt - ist eine strukturierte Bewertung, die den Reifegrad eines Unternehmens im Bereich Künstliche Intelligenz in mehreren Dimensionen misst. Er prüft, ob die technischen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen für den Einsatz Künstlicher Intelligenz gegeben sind. Dabei geht es nicht nur um digitale Tools, sondern um die gesamte digitale Reife der Organisation. Das Ergebnis ist kein abstraktes Gutachten, sondern eine konkrete Standortbestimmung mit Handlungsempfehlungen.

Der Check beantwortet drei zentrale Fragen: Wo stehen wir? Was fehlt uns? Und womit sollten wir anfangen? Anders als eine allgemeine Digitalisierungsstrategie fokussiert sich der KI Readiness Check gezielt auf die Fähigkeit, Künstliche Intelligenz tatsächlich produktiv zu nutzen. Er eignet sich als Self-Assessment für Führungsteams, die ihre digitale Transformation vorantreiben und den Grad der Digitalisierung systematisch erhöhen wollen. Das DFKI und das Mittelstand-Digital Zentrum Kaiserslautern haben mit dem KIRC (KI-Readiness-Check) ein Referenzwerkzeug entwickelt, das 40 Fragen in vier Dimensionen abdeckt und fünf Reifegradstufen unterscheidet. Der KIRC aus Kaiserslautern gilt als eines der fundiertesten frei verfügbaren Angebote im deutschsprachigen Raum.

Die fünf Dimensionen der KI-Bereitschaft

Über verschiedene Modelle hinweg haben sich fünf Kernbereiche etabliert, die bei jeder seriösen KI-Readiness-Analyse geprüft werden:

  1. Strategie und Führung - Gibt es eine klare KI-Vision? Steht die Geschäftsführung hinter dem Thema?
  2. Daten und Datenqualität - Sind relevante Daten verfügbar, strukturiert und zugänglich?
  3. IT-Infrastruktur und Technologie - Ermöglicht die vorhandene IT den Einsatz von KI-Tools?
  4. Kompetenzen und Unternehmenskultur - Verfügt das Team über die nötigen KI-Kenntnisse? Existiert Offenheit für Veränderung?
  5. Compliance und Governance - Sind DSGVO, EU AI Act und ethische Rahmenbedingungen berücksichtigt?

Kein Bereich lässt sich isoliert betrachten. Ein Unternehmen mit hervorragender Datenlage, aber ohne geschulte Mitarbeiter wird genauso scheitern wie eines mit motiviertem Team, aber ohne verwertbare Daten.

Warum der KI Readiness Check vor dem ersten Projekt steht

62 % der Unternehmen verharren laut Kyndryl Readiness Report (2025) in der KI-Experimentierphase und schaffen den Sprung in den Regelbetrieb nicht. Der Grund ist fast immer derselbe: Es fehlt an Grundlagenarbeit. Unternehmen kaufen Tools, starten Pilotprojekte und wundern sich, warum die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Ein Readiness Check verhindert genau das. Er deckt systematisch auf, welche Voraussetzungen fehlen, bevor Budget in die falsche Richtung fließt. Ohne begleitendes Change Management scheitern selbst die besten KI-Tools an internem Widerstand. Das betrifft nicht nur die Technik. Laut Deloitte State of AI Report (2026) sind fehlende KI-Kompetenzen der Mitarbeiter die größte Barriere für eine erfolgreiche KI-Integration. 53 % der Unternehmen reagieren darauf mit breiter KI-Bildung. Wer diesen Engpass nicht vorab erkennt, verbrennt Ressourcen.

Ein Beispiel: Ein Maschinenbauunternehmen mit 120 Mitarbeitern wollte KI-gestützte Qualitätskontrolle einführen. Das Pilotprojekt scheiterte nach drei Monaten, weil die Produktionsdaten in unterschiedlichen Excel-Tabellen und lokalen Systemen lagen. Ein Readiness Check hätte das Datenproblem vorab identifiziert und die Priorität auf Datenkonsolidierung gelegt, bevor die KI-Software überhaupt beschafft wurde.

Welchen KI-Reifegrad hat Ihr Unternehmen?

Der KI-Reifegrad - auch als digitaler Reifegrad im Kontext Künstlicher Intelligenz bezeichnet - zeigt, auf welcher Stufe der digitalen Transformation ein Unternehmen steht. Die Digitalisierung bildet dabei die Grundlage: Ohne digitale Prozesse und strukturierte Daten ist kein sinnvoller Einsatz Künstlicher Intelligenz möglich. Die meisten Modelle unterscheiden vier bis fünf Stufen. Entscheidend ist nicht, möglichst schnell auf die höchste Stufe zu kommen, sondern den passenden nächsten Schritt zu identifizieren.

StufeBezeichnungTypische MerkmaleEmpfohlene Maßnahmen
1Keine KI-ErfahrungProzesse laufen manuell oder mit Basisfunktionen im ERP. Keine strukturierte Datenhaltung. Künstliche Intelligenz ist kein Thema auf der Führungsebene.Digitalisierung der Grundprozesse vorantreiben. Digitale Infrastruktur aufbauen. Bewusstsein für Künstliche Intelligenz schaffen.
2Erste ExperimenteEinzelne Mitarbeiter nutzen ChatGPT oder ähnliche Tools. Keine zentrale Strategie. Daten sind teilweise digital, aber nicht vernetzt.KI-Strategie entwickeln. Datenqualität verbessern. Zuständigkeiten klären.
3Gezielte ProjekteEs gibt definierte Use Cases und erste Pilotprojekte. Ein kleines Team kümmert sich um das Thema. Daten werden zentral gesammelt.Pilotprojekte skalieren. KI-Kompetenz im Team aufbauen. Prozesse standardisieren.
4KI im RegelbetriebKI ist in mehrere Geschäftsprozesse integriert. Mitarbeiter sind geschult. Es gibt klare Governance-Strukturen und messbare Ergebnisse.Weitere Use Cases identifizieren. Automatisierung ausweiten. Wissen intern verankern.

Die Einordnung in eine Stufe ist kein Werturteil. Die Mehrheit der mittelständischen Unternehmen in Deutschland bewegt sich aktuell zwischen Stufe 1 und 2. Der Kyndryl Readiness Report zeigt: Nur 26 % der deutschen Unternehmen fühlen sich für die Veränderungen durch KI gut vorbereitet.

So führen Sie einen KI Readiness Check durch

Ein strukturierter KI Readiness Check folgt einem klaren Ablauf. Sie brauchen dafür keine externe Beratung, kein großes Budget und keine IT-Abteilung. Entscheidend ist, dass mehrere Perspektiven einfließen: Geschäftsführung, Fachbereiche und IT sollten gemeinsam bewerten.

Der Check gliedert sich in fünf Schritte:

  1. Datenqualität und Datenverfügbarkeit prüfen
  2. IT-Infrastruktur bewerten
  3. KI-Kompetenz im Team einschätzen
  4. Prozesse und Use Cases identifizieren
  5. Ergebnisse auswerten und Maßnahmen priorisieren

Schritt 1: Datenqualität und Datenverfügbarkeit prüfen

Daten sind der Treibstoff jeder KI-Anwendung. Eine klare Datenstrategie legt fest, wie Daten erfasst, gespeichert und genutzt werden. Prüfen Sie: Welche Daten erfassen Sie bereits? In welchen Systemen liegen sie? Sind sie strukturiert, aktuell und zugänglich? Laut Accenture (2024) sehen 56 % der Unternehmen die Datenreife als größte Herausforderung bei der KI-Einführung. Typische Probleme: Daten in isolierten Excel-Dateien, fehlende Schnittstellen zwischen Systemen, uneinheitliche Formate. Ein Handelsunternehmen mit sauberen ERP-Daten hat hier einen Vorsprung gegenüber einem Betrieb, der Bestellungen noch per Fax abwickelt.

Schritt 2: IT-Infrastruktur bewerten

KI-Anwendungen brauchen nicht zwingend eigene Server oder teure Hardware. Viele Lösungen laufen als Cloud-Dienst. Prüfen Sie trotzdem: Ist Ihre IT-Infrastruktur grundsätzlich auf dem Stand, neue Software zu integrieren? Gibt es APIs und Schnittstellen zu Ihren Kernsystemen? Wie sieht es mit Datensicherheit und Zugriffsrechten aus? Ein Unternehmen, das noch mit veralteten On-Premise-Systemen ohne Anbindungsmöglichkeit arbeitet, muss hier zuerst investieren.

Schritt 3: KI-Kompetenz im Team einschätzen

Wissen Ihre Mitarbeiter, was KI kann und was nicht? Gibt es im Team bereits Erfahrung mit Tools wie ChatGPT, Copilot oder branchenspezifischer KI-Software? Der Microsoft/LinkedIn Work Trend Index (2024) zeigt eine dramatische Lücke: 94 % der Mitarbeiter wollen KI-Fähigkeiten erlernen, aber nur 5 % der Unternehmen bieten dafür passende Schulungen an. Prüfen Sie, wer in Ihrem Unternehmen als interner KI-Ansprechpartner fungieren könnte. Oft gibt es bereits Mitarbeiter, die sich privat mit dem Thema beschäftigen. Ein KI Trainer kann diese Lücke zwischen Interesse und Kompetenz gezielt schließen.

Schritt 4: Prozesse und Use Cases identifizieren

Nicht jeder Prozess eignet sich für KI. Suchen Sie gezielt nach Aufgaben, die repetitiv, datenintensiv und regelbasiert sind. Das sind typische Kandidaten für Prozessautomatisierung: Rechnungsprüfung, Angebotsvergleiche, Kundensortierung, Dokumentenklassifikation. Bewerten Sie jeden Use Case nach Nutzen und Umsetzbarkeit. Ein guter Startpunkt sind Aufgaben, die heute viel Zeit kosten und bei denen Fehler teuer werden. Viele mittelständische Betriebe finden ihre ersten KI-Anwendungen in der Buchhaltung oder im Einkauf.

Schritt 5: Ergebnisse auswerten und Maßnahmen priorisieren

Fassen Sie die Ergebnisse der vier Bereiche zusammen. In welchen Dimensionen steht Ihr Unternehmen gut da, wo gibt es Lücken? Erstellen Sie eine Roadmap mit drei Zeithorizonten: Was können Sie in den nächsten 30 Tagen angehen (Quick Wins)? Was braucht drei bis sechs Monate? Was ist ein langfristiges Entwicklungsthema? Die Priorisierung folgt einem einfachen Prinzip: Hoher Nutzen und hohe Umsetzbarkeit zuerst.

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Wie bereit ist Ihr Unternehmen wirklich? Unser interaktiver KI Readiness Check prüft Ihre Ausgangslage in den fünf Kerndimensionen. 15 Aussagen, 2 Minuten, konkretes Ergebnis mit individuellen Handlungsempfehlungen. Keine Registrierung, kein Download nötig. Sie erhalten sofort eine Einschätzung Ihres KI-Reifegrads und können sich die detaillierte Auswertung per E-Mail zusenden lassen.

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Was wird bei einem KI Readiness Check geprüft?

Ein gründlicher KI Readiness Check geht über eine oberflächliche Selbsteinschätzung hinaus. Er prüft in jeder Dimension konkrete, messbare Kriterien. Die folgende Übersicht zeigt, was in der Praxis tatsächlich bewertet wird.

Im Bereich Strategie zählt, ob KI als Thema auf Geschäftsführungsebene verankert ist, ob Budget eingeplant wurde und ob es eine schriftlich fixierte KI-Strategie gibt. Beim Thema Daten geht es um Verfügbarkeit, Qualität, Aktualität und Zugänglichkeit. Die IT-Bewertung prüft Cloud-Readiness, Schnittstellen und Skalierbarkeit. Bei den Kompetenzen wird gemessen, wie viele Mitarbeiter bereits mit KI-Tools arbeiten und ob systematische Weiterbildung stattfindet. Und im Bereich Compliance geht es um DSGVO-Konformität, Vorbereitung auf den EU AI Act und die Frage, ob es klare Verantwortlichkeiten für den ethischen KI-Einsatz gibt.

EU AI Act und Compliance: Was der Check abdecken sollte

Seit dem Inkrafttreten des EU AI Act müssen Unternehmen den Einsatz von KI nach Risikoklassen einordnen. Für den Mittelstand bedeutet das: Wer KI in sicherheitsrelevanten Bereichen einsetzt oder personenbezogene Daten verarbeitet, braucht dokumentierte Prozesse, transparente Entscheidungswege und eine klare Governance-Struktur.

Ein guter Readiness Check berücksichtigt deshalb auch die regulatorische Dimension. Fragen, die hier relevant sind: Wissen Sie, in welche Risikoklasse Ihre geplanten KI-Anwendungen fallen? Haben Sie einen Datenschutzbeauftragten, der sich mit KI-spezifischen Fragen auskennt? Gibt es Richtlinien für den Umgang mit KI-generierten Entscheidungen? Diese Fragen klingen bürokratisch, schützen aber vor teuren Fehlern. Gerade mittelständische Betriebe, die den EU AI Act unterschätzen, riskieren Bußgelder und Reputationsschäden.

Vom Check zum ersten Pilotprojekt

Der KI Readiness Check ist kein Selbstzweck. Er liefert die Grundlage für konkrete Maßnahmen. Wer die Ergebnisse ernst nimmt, kann innerhalb weniger Wochen die ersten Schritte gehen.

Für Unternehmen auf Stufe 1 und 2 empfiehlt sich ein niedrigschwelliger Einstieg: ein KI-Tool für eine klar abgegrenzte Aufgabe, zum Beispiel automatische Rechnungserfassung oder KI-gestützte Textvorlagen im Büroalltag. Parallel dazu sollten Datenstrukturen konsolidiert und erste Mitarbeiter gezielt geschult werden. Unternehmen auf Stufe 3 können bestehende Pilotprojekte systematisch skalieren und interne KI-Zuständigkeiten formalisieren.

Entscheidend ist, den Check nicht als einmaliges Ereignis zu behandeln, sondern als Instrument, das Ihr Unternehmen für die Zukunft mit KI aufstellt. PwC zeigt in seinem Global AI Jobs Barometer (2025), dass Unternehmen in KI-affinen Branchen ein dreimal höheres Umsatzwachstum pro Mitarbeiter erzielen. Aber dieses Ergebnis kommt nicht über Nacht. Es erfordert eine Strategie, kontinuierliche Weiterentwicklung und regelmäßige Standortbestimmungen. Ein jährlicher KI Readiness Check macht Fortschritte messbar und hält das Thema auf der Führungsagenda.

Sie möchten Künstliche Intelligenz in Ihrem Unternehmen einsetzen? Sprechen Sie uns an - unsere Angebote zur KI-Beratung helfen Ihnen, die Ergebnisse Ihres KI Readiness Checks in eine konkrete Roadmap zu übersetzen. Von der digitalen Standortbestimmung bis zum ersten Pilotprojekt begleiten wir Sie auf dem Weg zur KI-Integration.

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Methodik angelehnt an DFKI & Fraunhofer Frameworks

Häufige Fragen

Ist der KI Readiness Check kostenlos?

Ja. Unser interaktiver KI Readiness Check auf dieser Seite ist kostenlos und ohne Registrierung nutzbar. Sie beantworten 15 Aussagen in 2 Minuten und erhalten sofort ein Ergebnis. Die detaillierte Auswertung mit Handlungsempfehlungen können Sie sich per E-Mail zusenden lassen.

Wie lange dauert ein KI Readiness Check?

Unser interaktiver Check auf dieser Seite dauert etwa 2 Minuten. Er besteht aus 15 Aussagen, die Sie per Klick bewerten. Online-Kurzversionen wie der Fraunhofer-Quick-Check sind in 15 bis 20 Minuten erledigt. Ein begleiteter Check mit externen Experten dauert zwei bis sechs Wochen, je nach Unternehmensgröße und Analysetiefe.

Für wen ist der KI Readiness Check gedacht?

Der Check richtet sich an Geschäftsführer, Abteilungsleiter und Entscheider in mittelständischen Unternehmen, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz planen oder bereits erste Erfahrungen mit der Digitalisierung von Geschäftsprozessen gesammelt haben. Branche und Unternehmensgröße spielen keine Rolle. Ob produzierendes Gewerbe, Handel oder Dienstleistung - die Methodik ist branchenübergreifend anwendbar.

Was passiert nach dem KI Readiness Check?

Nach dem Check erhalten Sie eine Einordnung in eine Reifegradstufe und konkrete Handlungsempfehlungen. Daraus lässt sich eine Roadmap ableiten: kurzfristige Quick Wins, mittelfristige Projekte und langfristige Entwicklungsthemen. Idealerweise wiederholen Sie den Check jährlich, um Fortschritte messbar zu machen.

Warum scheitern KI-Projekte in Unternehmen?

Laut RAND Corporation (2024) scheitern über 80 % aller KI-Projekte. Die fünf häufigsten Ursachen: mangelndes Verständnis des eigentlichen Problems, fehlende Datengrundlage, Technologiefokus statt Problemfokus, unzureichende Infrastruktur und zu ambitionierte Zielsetzungen. Ein Readiness Check deckt diese Risiken vorab auf und hilft, sie gezielt zu adressieren.

Was ist ein KI-Reifegrad und welche Stufen gibt es?

Der KI-Reifegrad beschreibt, wie weit ein Unternehmen auf dem Weg zur produktiven Nutzung Künstlicher Intelligenz fortgeschritten ist. Die meisten Modelle, darunter der KIRC des Mittelstand-Digital Zentrums Kaiserslautern, unterscheiden vier bis fünf Stufen: von keiner KI-Erfahrung über erste digitale Experimente und gezielte Pilotprojekte bis hin zum KI-Regelbetrieb. Die Einordnung hilft, den passenden nächsten Schritt auf dem Weg der Digitalisierung zu identifizieren.

Muss ich den EU AI Act bei KI-Projekten beachten?

Ja. Der EU AI Act verpflichtet Unternehmen, KI-Anwendungen nach Risikoklassen einzuordnen und entsprechende Dokumentations- und Transparenzpflichten zu erfüllen. Besonders relevant ist das bei KI-Systemen, die personenbezogene Daten verarbeiten oder in sicherheitskritischen Bereichen eingesetzt werden. Ein guter KI Readiness Check berücksichtigt die regulatorische Dimension von Anfang an.

Brauche ich Programmierkenntnisse für Künstliche Intelligenz im Unternehmen?

Für die meisten Anwendungen Künstlicher Intelligenz im Mittelstand sind keine Programmierkenntnisse nötig. Viele digitale Tools wie ChatGPT, Microsoft Copilot oder branchenspezifische KI-Software lassen sich ohne Coding-Wissen bedienen. Entscheidend ist vielmehr, dass Mitarbeiter die Möglichkeiten und Grenzen Künstlicher Intelligenz verstehen und sinnvolle Anwendungsfälle erkennen können.

Welche Branchen profitieren am meisten von KI?

KI ist branchenübergreifend einsetzbar. Besonders hohe Effizienzgewinne zeigen sich in der Fertigung (Qualitätskontrolle, Predictive Maintenance), im Finanzwesen (Rechnungsprüfung, Betrugserkennung), im Handel (Nachfrageprognosen, Preisoptimierung) und in der Logistik (Routenplanung, Bestandsmanagement). Der KI Readiness Check hilft dabei, branchenspezifische Use Cases zu priorisieren.

Wie oft sollte man den KI Readiness Check wiederholen?

Ein jährlicher KI Readiness Check hat sich als Best Practice etabliert. Zusätzlich empfiehlt sich eine erneute Bewertung nach Abschluss größerer KI-Projekte oder bei wesentlichen Veränderungen in der IT-Infrastruktur. So bleibt die Standortbestimmung aktuell und der Fortschritt wird messbar.

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